Durch eine kleine Veränderung in der Luftfiltration hat unsere Tochtergesellschaft Sparks AS gemeinsam mit der Jacobi Group und dem norwegischen Stahlproduzenten 7 Steel Nordic enorme CO2-Einsparungen erzielt.
Unsere Tochtergesellschaft Sparks AS wurde in der aktuellen Ausgabe von A Pure World, der Fachpublikation der Jacobi Group, vorgestellt. Der Artikel beleuchtet die langjährige Zusammenarbeit zwischen Sparks, dem Aktivkohlehersteller Jacobi Group und 7 Steel Nordic – einem der führenden Hersteller von Betonstahl in der nordischen Region. Dies hat zu einer geschätzten jährlichen CO2-Reduktion von 1.000 Tonnen geführt [1].
Eines der saubersten Stahlwerke der Welt
7 Steel Nordic betreibt ein Stahlwerk in Mo i Rana nahe des Polarkreises im Norden Norwegens. In diesem Werk wird recyceltes Altmetall zu Betonstahl verarbeitet. Das Werk wird mit Wasserkraft betrieben und gilt als eine der saubersten Stahlproduktionsstätten weltweit.
Bei der Stahlproduktion entstehen unvermeidlich Schadstoffe wie Quecksilber und Dioxine, die in die Luft freigesetzt werden. Um diese Schadstoffe aufzufangen, setzt das Werk Filter mit Aktivkohle ein. Bei diesem hochporösen Material werden Verunreinigungen beim Durchströmen der Gase gebunden. Genau an dieser Stelle im Prozess sah Geir Markussen, Partner bei Sparks AS, eine Chance, etwas zu verändern.
Ein Materialwechsel mit großer Wirkung
Seitdem die verschärften norwegischen Emissionsgrenzwerte neue Anforderungen an das bestehende Filtrationssystem von 7 Steel Nordic stellen, arbeiten Sparks und Jacobi gemeinsam mit dem Unternehmen daran, die herkömmliche, kohlebasierte Aktivkohle in den Filtern durch eine kokosnussschalenbasierte Alternative zu ersetzen. Diese hat einen etwa halb so großen CO₂-Fußabdruck wie die kohlebasierte Aktivkohle – was zu einer geschätzten Reduktion von rund 1.000 Tonnen CO₂ pro Jahr führt. Um das einzuordnen: Man könnte ein Auto 4,35 Millionen Kilometer fahren, bevor man die gleiche Menge an CO₂ ausgestoßen hätte.
Neben der Reduzierung der Emissionen hat sich das neue Material auch als langlebiger in den Filtern erwiesen. Das bedeutet weniger Produktionsstillstände für Wartungsarbeiten und spart dem Stahlwerk erhebliche Kosten.
Ein Meilenstein für die Stahlindustrie
„Die Reduktion von 1.000 Tonnen CO2 durch ein einzelnes Produkt in unserem Produktionsprozess ist bedeutend“, sagt Per Johan Högberg, Environmental Manager bei 7 Steel Nordic Manufacturing.
Olaf Brastad, Senior Adviser bei der Bellona Environmental Foundation (einer norwegischen gemeinnützigen Organisation, die sich für die Entwicklung nachhaltiger Industrielösungen einsetzt), bezeichnet die Errungenschaft als „einen bedeutenden Meilenstein für die gesamte Branche“ und als „ein hervorragendes Beispiel dafür, was durch gezielte Zusammenarbeit erreicht werden kann.“
1. Rohstoff
Kokosnussschalen, ein nachwachsendes Nebenprodukt der Kokosindustrie, werden gereinigt, getrocknet und zerkleinert.
2. Karbonisierung
Die Schalen werden bei niedrigen Temperaturen erhitzt, um Feuchtigkeit und flüchtige Bestandteile zu entfernen. Dabei entsteht Kokosnussschalenkohle.
3. Dampfaktivierung
Die Kohle wird in Hochtemperaturöfen mit einem kontrollierten Dampfstrom behandelt. Dabei entstehen Millionen mikroskopisch kleiner Poren, die dem Material eine innere Oberfläche verleihen, die in etwa einem Fußballfeld pro Teelöffel entspricht.
Sparks: Impulse für eine nachhaltigere Schwerindustrie
Das Projekt spiegelt die übergeordnete Mission von Sparks AS wider. Mit Sitz in Asker, Norwegen, und als Teil der Diersch & Schröder Gruppe unterstützt Sparks Industriekunden in der gesamten nordischen Region dabei, ihren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Dies wird erreicht, indem fossile Produkte und Chemikalien durch nachhaltigere Alternativen ersetzt werden. Sparks ist in Branchen wie Stahl, Aluminium, Wasseraufbereitung, Biogas und Infrastruktur tätig und verbindet spezialisiertes Fachwissen mit der langfristigen Perspektive eines Familienunternehmens.
Projekte wie dieses zeigen, dass Nachhaltigkeit in der Schwerindustrie nicht nur von großen Veränderungen lebt – sondern davon, gemeinsam mit den richtigen Partnern die passende Lösung für eine konkrete Herausforderung zu finden.
Geir Markussen, Partner bei Sparks AS
Der vollständige Artikel ist in Ausgabe 6 von A Pure World, der Fachpublikation der Jacobi Group, erschienen. Hier abonnieren.
[1] Quelle: Die geschätzte Reduktion von rund 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr basiert auf dem Product Carbon Footprint Report der Jacobi Group, erstellt für Sparks im Juli 2025. Die Berechnung vergleicht den CO2-Fußabdruck von kokosnussschalenbasierter und kohlebasierter Aktivkohle und bezieht sich auf das jährliche Verbrauchsvolumen von 7 Steel Nordic. Laut dem Bericht hat kokosnussschalenbasierte Aktivkohle einen CO2-Fußabdruck von 5,46 kg CO2e, verglichen mit 11,8 kg CO2e für kohlebasierte Aktivkohle.

